Herzlich willkommen auf der Kolonie Freiheit

Auf diesen Seiten möchten wir Sie einladen, sich einmal näher auf einer der schönsten Kleingartenanlagen im Neuköllner Kiez umzusehen.
Neben schönen Gärten, netten Leuten, einem Spielplatz für die Kleinen, einer Tischtennisplatte und einem Kickertisch (nicht nur für große Kinder) findet ihr seit 2010 auch einen Naturlehrpfad auf unserem Gelände, der zum Spazieren, Schauen, Riechen, Schmecken und Verweilen einlädt.

Wir wünschen viel Spaß - sowohl bei einer virtuellen, als auch bei einer tatsächlichen Erkundungstour auf unserer Kolonie Freiheit.

Der Vorstand


Herzlich Willkommen auf unserer neuen Homepage

Der Vorstand der Kolonie Freiheit wünscht
allen Mitgliedern und Freunden der Kolonie Freiheit
eine schöne und erfolgreiche Gartensaison 2019.


Aktuelles

Als ich den Aushang gelesen hatte und nun die "ehrenvolle" Aufgabe habe die Internetseite entsprechend zu ändern, habe ich lange überlegt, ob ich mich zu dieser Tragödie persönlich äußern soll oder ob ich, wie die meisten anderen, die Tatsache hinnehme und zur Tagesordnung übergehe.

Ich habe mich entschlossen meiner Enttäuschung Luft zu machen.

Was macht einen Kleingarten aus?

Laut Bundeskleingartengeyetz ist ein Kleingarten ein Garten, der

1. dem Nutzer (Kleingärtner) zur nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und zur Erholung dient (kleingärtnerische Nutzung) und

2. in einer Anlage liegt, in der mehrere Einzelgärten mit gemeinschaftlichen Einrichtungen, zum Beispiel Wegen, Spielflächen und Vereinshäusern, zusammengefaßt sind (Kleingartenanlage).

Ein Kleingarten ist - oder sollte - aber so viel mehr sein: Hobby, Ausgleich zum Job und Gemeinschaft! Und zur Gemeinschaft gehört - wie es das Wort bereits vorgibt - mit anderen zusammen etwas für Alle zu tun. Dazu gehören nicht nur die Pflichtveranstaltungen Mitgliederversammlung und Arbeitsdienst (die in den letzten Jahren auch immer schlechter besucht werden). Dazu gehören auch die diversen Ämter, die eine Gemeinschaft am Laufen halten und die Vorteile für Alle mit sich bringen. Auch die Beteiligung an gemeinschaftlichen Festen - und zwar nicht nur das Feiern sondern auch die Vorbereitungen, damit wir zusammen feiern können und hinterher auch das gemeinsame Aufräumen gehört dazu.

Ich bin seit meinem 11 Lebensjahr auf dieser Kolonie. Hier habe ich Respekt vor Älteren, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein gelernt. Und ich habe erfahren was Gemeinschaft heißt: Jeder hilft jedem, auch mal eigene Bedürfnisse zum Wohle eines Anderen oder aller Anderen hinten an stellen, anderen einfach mal eine Freude machen ohne eine Belohnung zu erwarten. Und ich habe gelernt, dass Gemeinschaft ein ausgeglichenes Geben und Nehmen ist. Ich bin froh und dankbar, dass auch mein Sohn dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit hier noch kennengelernt hat.

Mein Enkelkind dies wohl nicht mehr erleben, denn leider ist in den letzten Jahren aus dem WIR immer mehr ein ICH geworden.

Jeder will die Vorteile der "Gemeinschaft" für sich nutzen und in Anspruch nehmen - aber nur sehr wenige wollen auch etwas dafür tun.

Dies gipfelt nun in der Absage des Sommerfests - aus Mangel an Helfern!

Ist euch eigentlich nicht klar, dass der Vergnügungsausschuss das nicht alleine stemmen kann?

Ist euch eigentlich nicht klar, dass ihr ohne die Leute an der Kompostanlage eure Gartenabfälle selber entsorgen müsstet und auch keine neue Erde bekommen würdet?

Ist euch eigentlich nicht klar, dass ohne unsere Wasserwarte kein Wasser aus eurem Wasserhahn kommen würde?

Ist euch eigentlich nicht klar, dass wenn niemand mehr etwas für die Gemeinschaft tut, ihr - und wir ALLE - irgendwann unser kleines Paradies verlieren werden?

Ich finde diese gesamte Entwicklung sehr, sehr schade!!! Ich für meinen Teil, werde auch weiterhin versuchen mein Bestes für die Gemeinschaft zu tun und bedanke mich bei allen, die in der Vergangenheit und in der Zukunft einen Teil ihrer Freizeit für die Gemeinschaft geopfert haben und hoffentlich auch weiterhin opfern.

Marina Jubelt - Parzelle 108

 


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